Raus mit der roten Tasche für den Equal Pay Day am 26. März 2010
Gehen Sie am 26. März 2010 mit einer roten Tasche, dem Symbol für die auch in Deutschland nach wie vor bestehende Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern, zur Arbeit.
Oder kommen Sie nach Hamburg in die Moorweidenstraße 36 (Mozartsäle des Logenhauses) Am 26.03.2010 von 07.00 – 15.00 Uhr findet dort die Veranstaltung Steigen Sie auf – Mut Macht Geld! statt. Erleben Sie ein kostenloses High-Speed-Coaching, eine prominent besetzte Podiumsdiskussion, Infostände versch. Institutionen, etc. VERANSTALTER ist der BPW Hamburg
Ich unterstütze diese Aktion sehr gerne, indem ich im Kreise vieler KollegInnen beim High-Speed-Coaching mitwirke.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang den Artikel zur Lohngerechtigkeit in der Schweiz: ‚Glückliche Schweizerinnen‘ . Quelle: ZEIT ONLINE Mehr zu den Hintergründen in Deutschland: Zu Beginn des Jahres 2009 hat sich ein nationales Aktionsbündnis formiert, um sich gemeinsam für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen einzusetzen.
Neben dem Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany, Initiator des ersten Equal Pay Day in Deutschland 2008, zählen die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) , der Deutsche Frauenrat (DF) , und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) zum nationalen Aktionsbündnis.
Bis einschließlich 2011 unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Organisation und Durchführung der jährlichen Aktionstage zum Equal Pay Day.
Nach der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 12. November 2009 „haben Frauen in Deutschland im Jahr 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. Damit lag der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, wie bereits in den Vorjahren konstant bei 23%.“
Im europäischen Vergleich ist Deutschland nach der letzten Veröffentlichung der Europäischen Kommission im Jahresvergleich 2007 an siebtletzter Stelle und damit eines der Schlusslichter.
Der Aktionstag „Equal Pay Day“ markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern als Zeitraum. Die bundesweite Offensive zum Thema „Equal Pay“ verfolgt allerdings nicht nur am jährlichen Aktionstag selbst, sondern das ganze Jahr über das Ziel, den konstruktiven Dialog rund um das Thema Entgeltgleichheit zu fördern und richtet sich grundsätzlich gleichermaßen an alle Akteure der Wirtschaft, an Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und an die breite Öffentlichkeit.
Dabei gilt ist es insbesondere, Antworten auf zwei Kernfragen zu finden:
Was sind die Ursachen von Entgeltunterschieden zwischen Frauen und Männern?
Die Gründe für Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen sind komplex. Fakt ist, dass hierfür auch bestehende Rollenbilder und die Aufgabenverteilung in Familien ursächlich sind. Das gleiche gilt für das Berufswahlverhalten von Männern und Frauen.
So arbeiten Frauen häufiger in Branchen, in denen das Entgeltniveau niedriger ist, sind Frauen seltener in gut bezahlten Führungspositionen vertreten und verfügen über weniger Berufsjahre, was sich negativ auf Gehaltsentwicklungen auswirkt. Bestehende Rollenbilder beeinflussen die Aufgabenverteilung in den Familien und das sich auf das Einkommen auswirkende Berufswahlverhalten. Schließlich sind staatliche Rahmenbedingungen für die Entgeltunterschiede mitverantwortlich.
Wie kann der Abbau von Entgeltunterschieden erreicht werden?
Die dafür erforderlichen Maßnahmen sind vielfältig. Das nationale Aktionsbündnis zum Equal Pay Day wird für 2010 folgende Schwerpunktthemen fokussieren:
- die Debatte über die Ursachen und Folgen der Entgeltunterschiede intensivieren und Akteure mobilisieren
- weiter über unterschiedliche Karriere- und Verdienstchancen in einzelnen Berufen und Branchen aufklären
- sich für einen zügigen und flächendeckenden Ausbau der Kindertageseinrichtungen in Deutschland einsetzen
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